
Ensemble Tra Noi
„Memento vivere“, Freitag, 3. .Juli 2026, 19.30 Uhr, Heilig Kreuzkirche
Das Leben fließt dahin in seinem unendlichen Zeitstrom zwischen Werden, Sein und Vergehen, zwischen seinen allzu oft widerstreitenden und immer wieder streitenden emotionellen Polen der übersprühenden Lebensfreude und der tieftraurigen Einsicht in die Vanitas der menschlichen Existenz. Trotz – oder gerade wegen- diesem intensiven Eingespanntsein in extreme Zentrifugalkräfte zerfließt uns der Lebensmoment oft zwischen den Fingern, ohne dass wir ihn voll auskosten konnten: Tempus fugit, memento mori - diese Inschriften dekorieren in kunstvoll verschlungenen Buchstaben so manches historische Cembalo, fast schon einem Aufruf gleich, dem unaufhaltsamen Ablaufen der Zeit durch Musik entgegenzuwirken.
Unser Programm Memento vivere möchte diesem Vergehen ein Gegenkonzept vorschlagen und daher mit Formen spielen, die Ewigkeit oder Zeitstillstand evozieren: Ein endlos in sich drehender Chaconne Bass oder eine Bearbeitung minimalistischer Musik Arvo Pärts sollen neben Musik menschlicher Extremzustände zwischen tiefer Trauer und überbordendem Lebenswillen Konzert-Momente herbeiführen, in denen die Zeit stirbt - und genau dadurch volle Lebendigkeit erfahren werden kann. Das ist das Ziel von Memento vivere.
Mit Werken von Dowland, Monteverdi, Lully, Purcell, Pärt u.a.
Das Programm
Memento vivere
aus Arvo Pärt (1935) Fratres
John Dowland (1563–1626) – Sir Henry Umpton’s Funeral
Dario Castello (1602–1631) – Sonata Prima a due
Anonymous 16th century – Fuggi, fuggi (Ballo di Mantova)
Johann Jacob Froberger – Tombeau fait à Paris sur la mort de Monsieur Blancheroche
aus Arvo Pärt (1935) Fratres
Traditional Schottish7Rumänisch: Oscar’s Ghost und Trece-un Noura? Pe sus
Andrea Falconieri (1585–1656) – Passacaglia
Andrea Falconieri (1585–1656) – Ciaccona
Henry Purcell (1659-1695)- aus The Fairy Queen, Z.629 (1692) “O let me weep” (The Plaint)
– Pause –
aus Arvo Pärt (1935) Fratres
John Dowland (1536–1626) – Now o now I needs must part
Henry Purcell (1659-1695)- Trio Sonata No. 1 in G minor
Tobias Hume (1569-1645) – Life-Death, aus: The First Part of Ayres, French, Pollish and Others
M. Uccellini (1603-1680) - Aria sopra la Bergamasca
aus Arvo Pärt (1935) Fratres
Antonio Bertali (1605-1669) – Ciaconna
John Dowland (1563-1626) – Time stands still
Arcangelo Corelli (1653-1713) – op.5, Nr. 12 “La Folia”
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